Hebefiguren, Sprünge, Würfe, jede Menge Akrobatik und kreative Choreographien, die eigene Geschichten erzählen: Das alles bietet karnevalistischer Showtanz. In Villingen traten nun Gruppen aus ganz Mittelhessen an, um sich im Wettbewerb zu messen.
Die Tanzgruppen trainieren das ganze Jahr über, feilen an den verschiedenen Showelementen. Die Auftritte bei den Kampagnen sind der Höhepunkt, auf den sie hinarbeiten. In diesem Moment muss alles passen, jeder Schritt, jedes Element perfekt sein. An Aschermittwoch wäre dann aber eigentlich alles vorbei - wenn es nicht die Showtanzturniere gäbe.
Nach Villingen luden dazu am Samstag »Soul system« vom Hungener Carnevalsverein und die »Batschboa« von den »Villinger Zwiwweln« ein. Vor vollem Haus präsentieren 18 Gruppen ihre Tänze. Eine Jury schaute genau hin, ob alle Elemente passten, wie kreativ und schwer die Choreographien waren.
Bei den Frauen ging der Sieg am Ende an die Gruppe »Smash« des TV Gambach, gefolgt von den »Weißen Funken« aus Neukirchen und den »Dancing Flames« des ICC Irmtraut. Zwischen Platz eins und drei lagen dabei nur drei Punkte. Aus dem Landkreis Gießen konnten sich die Tänzerinnen der Gruppe »Nova« der Karnevalsfreunde Beltershain den neunten Platz sichern, die »Showtanzgruppe der Flammen und Funken« des Stangenröder Carneval Vereins holte die rote Laterne.
Bei den Männerformationen lief es für die Gruppen aus dem Landkreis besser. Zwar ließen sich die »Kehloff Cookies« der Narrenzunft Nieder-Weisel den Sieg nicht nehmen. Auf Platz zwei stand jedoch das Männerballett der Karnevalsfreunde Beltershain, dicht gefolgt von »Schwungrads Anna« vom Karnevalverein Laubach. Die »Rörremer Dorfdancer« der SKG Rodheim sicherten sich Platz fünf, die »Troublemaker« des Sportverein Lehnheim wurden Sechste.
Zwischen den Auftritten sorgte ein DJ für Musik. So wurde bis in die Morgenstunden eine närrische Showtanzparty im Bürgerhaus gefeiert.
Gießener Allgemeine
Der Wettergott zeigte sich beim Umzug von seiner feinsten Seite. Herrlicher Sonnenschein begleitete die Straßenfassenachter in Mücke - dem allergrößten Event in der Region.
Bild: Die Beltershainer senden Mädchen in Blau
An den Straßen standen illustre Gestalten und allenthalben hörte man die Helau-Rufe. Der ultimative Faschingsumzug 2025 startete um 13.11 Uhr von Flensungen in Richtung Merlau. Man kann sagen, dass der »Mücker Umzuch«, wie er liebevoll genannt wird, ein echter Publikumsmagnet ist. Mit dabei waren weit über 1600 aktive Zugteilnehmer. Der bunte Lindwurm schob sich durch Mücke und an den Straßen säumten die Narren den Zugverlauf.
Ein schier buntes Treiben von Flensungen bis Merlau. Allerlei hübsch Kostümierte konnte man entdecken und sie säumten die Straßen. Ein dicker Knotenpunkt ist beim Landhotel »Gärtner« und schier eng geht es auch dort zu, wo der Zug sich auflöste. Bernd Gärtner moderierte den Zug aus seinem Hotel.
Die Kreuzung in Merlau ist ein wahrer Narrentreffpunkt. Von Dort wird hoch oben aus dem Turm, der Zug kommentiert und eine Jury vergibt unterschiedliche Titel. Hoch oben auf dem Turm, ausgestattet mit dem besten Überblick, sind Lisa Kratz, Verena Reeh und Torsten Fischer und kommentieren.
Traditionell wird der Zug vom Strohbären (Jochen Pluschke), den Maskottchen »Steini« und neu in diesem Jahr »Borsti« angeführt. Dann sah man schon den Qualm, denn es kam die Lokomotive des MCV Merlau.
Sicherlich gab es in diesem Jahr wieder mehrere Tonnen Wurfmaterial für die Zuschauer. Herzhafte Knabbereien, Bonbons, Schokoriegel, Rosen, Schnaps in Dosen, Handschuhe, Schreibmaterial und mehr gab es aufzufangen.
Man kann mit Stolz und Recht behaupten, dass der »Mücker Umzuch« zwischen Kassel und Frankfurt das größte Umzuchs-Event ist. Die Teilnehmer kamen auch in diesem Jahr wieder aus Mücke, Feldatal, Laubach, Ulrichstein und dem Grünberger sowie dem Reiskirchener Raum. Der Fastnachtssonntag ist der ultimative »Mücker-Narrentag«. Viele echte Fassenachter, Tollitäten und einfallsreiche Gruppen bereicherten den bunten Lindwurm in Mücke.
Die tollen Motivwagen und die einfallsreichen Fußgruppen, sie sind in jedem Jahr eine Augenweide. Eindeutig kam die größte Gruppe vom »NCC Nieder-Ohmen« und der »FGA Atzenhain«, Ober-Ohmen wollte in die Lüfte gehen, Groß-Eichen drehte am Rhönrad und Bernsfeld war motorisiert mit selbstgebauten Wagen auf Tour.
Gerne positionierten sich die Gruppen auch vor der Kamera. Der Abschluss der Fete war wieder im Zelt in Merlau in Richtung Atzenhain. Offiziell endeten die Feierlichkeiten um 21.30 Uhr und dann wurden alle aus dem Zelt gekehrt. Doch was dann so passierte, entzog sich der Öffentlichkeit. Laut Angaben der Polizei gab es während des Zugverlaufs keinerlei Zwischenfälle.
In diesem Jahr hatte Franklin Merz das Amt des Zugmarschalls inne. Er zeigte sich mit dem Umzug sehr zufrieden, zumal die Zugauflösung wirklich prima verlaufen sei. Auch die Koordination zwischen Polizei, DRK und dem Zugmarschall seien hervorragend gelaufen.
Mückes Bürgermeister Andreas Sommer hatte wieder die Ehrentribüne am Rathaus eingerichtet und viele Ehrengäste. Darunter auch Landrat Dr. Jens Mischak mit Gattin konnten begrüßt werden. Dass Mücke bunt bleibt, wurde entsprechend dokumentiert.
Mücke im Herzen Hessens freute sich auch wieder neue Mitstreiter gefunden zu haben. So waren erstmals der Feldkrückener Karnevals Klub, oder auch die Magic’s aus Wetterfeld und die Schoppeelf Seenbachtal aus Freienseen dabei. Die Zuschauer waren richtig begeistert von dem bunten Zug, den schönen Motiven und dem Ideenreichtum der Zugteilnehmer.
Von Seiten des DRK waren rund 65 Personen im Einsatz und man hatte auch mehrere Einsatzwagen in Bereitstellung. Sie betreuten während des Umzugs fünf kleinere Fälle. Auf dem Zeltgelände standen noch weitere 25 Personen in Bereitschaft, soweit Ulf Immo Bovensmann. Den freiwilligen Einsatzkräften wurde herzlich für ihre Einsätze und ihr Bereitschaft gedankt. Von Seiten der Feuerwehr der Gemeinde Mücke waren 100 Personen beim Umzug im Einsatz.
Bei der Zugaufstellung und auch beim Auflösen des bunten Faschingszuges verlief alles dank der guten Organisation problemlos.
Gießener Anzeiger
Nach den Erwachsenen, die am Freitag und Samstag starteten, begab sich auch der Nachwuchs der Karnevalsfreunde Beltershain (KFB) auf hohe See. Auf die »MS Beldeschha« hatten sich die Kinder und Jugendlichen eine große Zahl kleiner Kreuzfahrer eingeladen.
Die Seereise nahm ihren Auftakt mit der Vorstellung des Prinzenpaares Henri I. und Prinzessin Alina-Sophie I. (Henri Schlosser und Alina-Sophie Becker). Schwungvoll ging es an Bord weiter mit den KFB-Sternenfängern und den Sternchen aus Stangenrod. Begeistert bejubelt wurden die Mini-Traumtänzer aus Burkhardsfelden sowie die KFB-Prinzengarde.
Für zahlreiche Darbietungen startete die Nachwuchsnarrenschar eine Rakete. Nach einer sogenannten Powerpause mit Vanessa und Lilli wurden Prinzenpaare vorgestellt und eine Bonbonkanonade gezündet. Weitere Tänze zeigten die Offiziersgarde Grünberg, die Lollipops aus Harbach sowie die Sternchen aus Atzenhain. Vor dem Finale sorgte mit der Gruppe Remix ein weiteres KFB-Eigengewächs für Stimmung.
Gießener Allgemeine
Sicher bewegte sich am Wochenende die ››MS Beldeschha« durch Fluten und Brandung. Dafür sorgten Kapitâinin Sabine Sommerlad und ihr Staff-Kapitän Nico Sommerlad, die am Freitag und Samstag eine große Narrenschar zu zwei Prunksitzungen an Bord begrüßten. »Wellengang beiın KFB - wir stechen mit Helau in See« lautet das Motto. das sich die Karnevalsfreunde Beltershain (KFB) für die Kampagne auf die Segel geschrieben haben.
Die Passagiere erwartete ein buntes Prograınm aus Tänzen und Büttenreden. Den Auftakt bildete die Begrüßung von
Prinz Henri l. und Prinzessin Alina Sophie l. (Henri Schlosser und Alina-Sophie Becker) mit Hofdame lsabel Pankratow.
Zum Prograınınauftakt begeisterte mit den ››Sternenfängern« der eigene Nachwuchs der Karnevalsfreunde. trainiert von Melina Koch und jasmin Kästner.
Anke Kauer aus Krofdoıf sorgte als Putzfrau nicht nur für Sauberkeit. sie hatte auch zwischen den einzelnen Beiträgen humorvolle Sprüche auf Lager. "jedes DGH bekomme seine eigene Reinigungskraft", hatte Bürgermeister Marcel Schlosser vor der Wahl versprochen. in Beltershain sei das bereits erfüllt, meinte Kauer.
Es folgte die Begrüßung der zahlreich erschienenen Prinzenpaare, in deren Rahmen Bürgermeister Schlosser den Karnevalsfreunden für ihr Engagement im Dorf und zum Erhalt des närrischen Brauchtums dankte. Nach deın Auftritt der KFB-Prinzengarde unter Leitung von Melina Koch und jasmin Kästner kam das Duo "Birena" aus Burkhardsfelden mit einigen Lebensweisheiten in die Bütt. Bettina
Henn und Irene Bender gaben zum Besten. in welcher Süßigkeit sie die andere sieht. Während die eine als Mon Cherie betitelt wurde, erhielt die andere die Bezeichnung "Speckulatius". Beide warfen die Frage auf: "Wenn die Stiftung Warentest Vibratoren testet. ist
daım >befriedigend< besser als >gut>"? Als Meerjungfrauen begeisterte hiernach die KFB-Gruppe "Remix" (Trainerin Jaqueline Körbâicher) die Narrenschar.
Auf Kreuzfahrt ging es dann mit der Gruppe »Hung deas Beeh«. Die KFB-Forınation nahm das Publikum mit auf die Reise, bei der es auch um die Liebe zum Kapitän ging. Mit dem Auftritt von "Nova" aus Beltershain nahm der Abend seinen weiteren Verlauf. Die Akteure entführten in die Welt von »Sponge Bob«, trainiert von Vanessa Kutnik und Vanessa Schmidt. Aus den Fugen schien der Saal zu geraten, als die Karnevalsfreunde ihre Hitparade zündeten. Zu den Sängern gehörte auch Bürgermeister Marcel Schlosser.
Vor dem Finale gab das Männerballett noch einmal alles und begeisterte mit seinem Piraten-Schautanz, angeleitet von Lilli Ufer und Dennis Somınerlad. Das Publikum sparte an den beiden Abenden nicht mit Raketen und belohnte die Aktiven mit reichlich Beifall.
Zwischendurch erzählte Sitzungspräsidentin Sabine Sommerlad von den Erlebnissen in einer Rehaklinik. Nicht lange bitten ließ sich der Prinz aus Nieder-Ohmen. Er sprang sofort ein, als es galt, die Bühne zu kehren und der ausrichtende Verein gerade unter »Personalmangel« litt. In der Samstagssitzung änderten sich zwei Punkte. »Ihs Regina (Greb)« aus Lehnheim war in der Bütt zu hören, ebenso wie »Fabi und Dennis«.
Zu den auftretenden Gastvereinen gehörten am Freitagabend die "Traumtiinzer" aus Burkhardsfelden. Weiterhin tanzten die Gruppen aus Nieder-Ohmen. Grünberg, l.ondorf und Reiskirchen. Am Samstag zeigten ihr Können die Formationen aus Geilshausen, Merlau, Saasen, Atzenhain. Münster und Stangenrod.
Gießener Allgemeine
Mit großem Jubel und einer ausgelassenen Stimmung wurde die Kampagne der närrischen fünften Jahreszeit auch in Beltershain von den Karnevalsfreunden feierlich eröffnet. Im Mittelpunkt stand die Inthronisation des neuen Kinderprinzenpaares Alina I. und Henri I. nebst Hofdame Isabell.
Begleitet von Musik, in bunten Kostümen und mit glänzenden Lichtern zogen die Narren durch das Dorf, um das Kinderprinzenpaar abzuholen. Besonders die Kinder jubelten den frisch gekrönten Herrschern zu.
Mit dem Kinderprinzenpaar und den Tanzgruppen startete die Kampagne mit Elan und viel Herzblut, so die 1. Vorsitzende Jaqueline Körbächer. Es gab Tanz, Musik und fröhliche Reden. Die Karnevalsfreunde laden nun am 21. Dezember ab 18.11 Uhr zum Glühweinfest mit Kartenvorverkauf am Dorfgemeinschaftshaus in Beltershain ein.
Gießener Allgemeine